Skip to main content

Brandschaden Sofortmaßnahmen, Hauptursachen für den Umfang von Brandschäden – Folgeschäden

Unternehmensentscheider müssen Sofortmaßnahmen einleiten und Folgeschäden minimieren.

Erstmaßnahmen nach einem Brandschaden

Die Erfahrung von Sanierungsfirmen beschleunigt die Ausführung von Erstmaßnahmen. Nachfolgend eine Auswahl der wichtigsten Erstmaßnahmen nach einem Brandschaden, zusammengestellt vom Brand- und Wasserschadensanierer BELFOR:

  • Alle elektronischen Geräte sowie die Hauptsicherung abschalten
  • Einsturzgefährdete Gebäudeschäden absichern
  • Verbliebene Rauchgase ins Freie ableiten (Öffnen von Fenstern, Außentüren, Rauchabzugsklappen etc.)
  • Nicht betroffene Bereiche gegen Rußverschleppung abschotten
  • Abflüsse und Kanalöffnungen vor schadstoffhaltigen Flüssigkeiten verschließen
  • Löschwasserrückstände abpumpen oder absaugen
  • Durchfeuchtete Einrichtungsgegenstände (Möbel, Vorhänge, Bodenbeläge etc.) bzw. Inventar entfernen
  • Dokumente und Akten bergen, inventarisieren, ggf. einfrieren oder sofort die Trocknung/Gefriertrocknung veranlassen
  • Im gewerblichen Umfeld Maschinen, Inventar und Geräte in gesicherte Bereiche verlagern
  • Korrosionsfortschritt stoppen: Luftfeuchtigkeit unter 40 % senken, ggf. Luftentfeuchter aufstellen und bei Maschinen- und Produktionsanlagen Korrosionsschutzmittel auftragen
  • Datenrettung vorsehen und einleiten
  • Zustand und Schadensverlauf genau dokumentieren
  • Versicherungen informieren
  • Folgemaßnahmen einleiten

Downloaden Sie die BELFOR App für weitere Hinweise zu Erstmaßnahmen:

BELFOR_App

Mehr als nur ein Feuer: Brandschaden gefährdet die Existenz von Unternehmen.

Damit sich der eigentliche Brand nicht auch noch zu einem logistischen und produktionstechnischen Flächenbrand ausweitet, der sogar Unternehmen als Ganzes in ihrer Existenz bedrohen kann, ist schnelles und zielgerichtetes Entscheiden und Handeln notwendig. Übrigens: Ihr Unternehmen muss gar nicht selbst vom Brandschaden betroffen sein. Wenn zum Beispiel Ihr Zulieferer wegen eines Brandschadens ausfällt, kann auch schnell Ihre Lieferkette unterbrochen werden. Behalten Sie daher auch stets die Supply Chain Risiken im Auge! Doch zurück zum Feuer unterm „eigenen Dach“: Was sind ganz konkret die ersten Schritte nach einem Brandschaden, wenn die Feuerwehr den Brand gelöscht hat und die Schadenstelle zum Betreten freigegeben ist?

Die in allen professionellen Notfallplanungen enthaltenen Maßnahmen sind primär auf den Schutz von Menschenleben und im nächsten Schritt auf den Erhalt von Sachwerten ausgerichtet. Jetzt gilt es, mit schnellen Entscheidungen die eigene Handlungsfähigkeit zu sichern oder wieder herzustellen. Die dafür erforderlichen und dringend benötigten Informationen sind aber unmittelbar nach dem Schadenereignis nur teilweise vorhanden. Das Dilemma: Es müssen trotzdem unbedingt schnell die richtigen Entscheidungen getroffen werden!

Das Entscheidungsdilemma nach einem Schadenfall:

schadenentwicklung

Die Situation erfordert viele wichtige und unverzügliche Entscheidungen, es sind jedoch nur wenige oder unzureichende Informationen verfügbar.

Schnell handeln zahlt sich aus: Sofortmaßnahmen können Kosten bis zu 85%) senken.

Die Sofortmaßnahmen dienen zur Schadenbegrenzung und sollen durch die möglichst schnelle Durchführung sicherstellen, dass technische Anlagen, Gebäude und Inventar nicht weiter geschädigt werden. Mit den Maßnahmen wird zum Beispiel Korrosion gestoppt und der Schaden stabilisiert. Ohne diese Maßnahmen kommt es meist zur Schadenausweitung und zu bedeutenden Folgeschäden, gegebenenfalls bis hin zum Totalschaden. Der gravierende Unterschied besteht dann darin, dass mit kompetent durchgeführten Sofortmaßnahmen eine erfolgversprechende Sanierung möglich ist, mit der erfahrungsgemäß drei wesentliche Vorteile verbunden sind:

  • Die Schadenkosten können um bis zu 85% niedriger ausfallen
  • Betriebsunterbrechungen können extrem verkürzt werden
  • Ein schnellerer Marktzugang ist möglich, Verluste von Marktanteilen werden minimiert

Martin Schachtschneider, Leiter Projektgeschäft BELFOR Deutschland, erklärt: „In über 30 Jahren Sanierungserfahrung hat sich herausgestellt, dass die Sanierung in der Regel günstiger und häufig schneller ist als ein Neubau oder die Investition in komplett neue Maschinen, Produktionsanlagen oder Elektronik.“ Erleichternd kommt hinzu, dass bei Brandschäden die Erstmaßnahmen durch die Versicherung gedeckt sind. Im Gegenzug sind die Versicherungsnehmer zur Schadenminderung verpflichtet und sollten dazu die geeigneten Maßnahmen ergreifen.

Wussten Sie schon, dass Folgeschäden mehr als 50 % des Schadenvolumens ausmachen?

In der Großschadenstatistik 2004–20131) bezüglich der Hauptursachen für den Schadenumfang bei Feuer ist mit 53,3 % der größte Anteil durch Folgeschäden (zum Beispiel durch Ruß, korrosive Gase, Verschmutzung mit giftigen oder radioaktiven Stoffen) zu verzeichnen. Wertmäßig beläuft sich der Anteil im Zeitraum 2004 bis 2013 auf 52,6 %. Das heißt, Folgeschäden haben sowohl bei der Häufigkeit als auch bei den Schadenkosten einen Anteil von über 50 %.

1) Quelle: Schadenverhütung in der Sachversicherung 2015/2016, Bericht der GDV Sach-Schadenverhütungs-Gremie

folgeschäden

Erstmaßnahmen sind notwendig, um teure Folgeschäden einzudämmen.

Es kommt jedoch nicht nur darauf an, die Erstmaßnahmen unverzüglich durchzuführen, sondern auch die richtige Reihenfolge ist zu berücksichtigen, um unnötige und kostspielige Folgeschäden zu verhindern. Selbstverständlich beeinflussen auch die konkreten Schadenursachen und die Beschaffenheit der betroffenen Gegenstände die Art der durchzuführenden Sofortmaßnahmen. Einige Maßnahmen sind auch von qualifizierten Mitarbeitern durchführbar, zum Beispiel von der Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Brandschutz- und Gefahrgutbeauftragten oder vom Werkschutz. Eine Auswahl der wichtigsten Erstmaßnahmen finden Sie in der Infobox zu diesem Artikel. Dennoch: Es lohnt sich nicht, im Schadenfall auf professionelles Know-how zu verzichten!

Rechtzeitig vorsorgen: Notfallpläne ergänzen, Fachfirmen einbinden!

Viele Unternehmen haben erkannt, dass die frühzeitige Einbindung von Sanierungsfirmen helfen kann, Zeit und Geld zu sparen. Vor allem die Groß- und Zuliefererindustrie, aber auch Filialisten haben die Einbindung von Sanierungsfirmen in Notfallplanungen vorangetrieben. Dies bringt vor allem bei Schäden im Ausland erhebliche Zeitvorteile. Bereits der vorsorgliche Austausch von Kontaktdaten und die interne Kommunikation über die Partnerschaft ermöglichen nach einem Schadenfall den sofortigen Zugriff. Manche Unternehmen gehen noch weiter und sichern sich über Rahmenverträge eine schnelle und unkomplizierte Beauftragung nach Schadenereignissen. Professionelle Schadendienstleister können auch international schnelle Reaktionszeiten sicherstellen und unterstützen durch gezielte Schulungsmaßnahmen die Akzeptanz für das Potential der Schadenminimierung durch Erstmaßnahmen und Sanierung.

Unser Tipp: Nutzen Sie für Ihr Unternehmen unbedingt das Know-how und die Erfahrung von Fachfirmen!

Brandschaden – diese 6 Fakten sollten Sie sich merken:

  • Feuer und Explosion lagen mit 27 %1) Anteil auf Platz 3 der globalen Geschäftsrisiken 2015
  • Verschleppte Entscheidungen im Schadenfall können für Ihr Unternehmen existenzbedrohend werden
  • Sofortmaßnahmen nach dem Schadenfall können die Kosten bis zu 85 %4) senken
  • Folgeschäden machen mehr als 50 % des Schadenvolumens aus
  • Die richtigen Erstmaßnahmen helfen, teure Folgeschäden einzudämmen
  • Nehmen Sie für Ihre Notfallpläne professionelles Know-how durch spezialisierte Firmen in Anspruch!
Facebook LinkedIn Twitter Mail Arrow Up Arrow Left Arrow Right